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verfasst von Jan Hartmann in Spendentour am 06.06.2011
spendentour.computerschule-kenia.de – Aufgrund der vielen Anfragen rund um unsere diesjährige Tour sowie der besseren Möglichkeit mit einem Rückblick auf die Tour 2010 weitere neue Teilnehmer zu gewinnen, haben wir alle wichtigen Informationen auf einer eigenen Webseite zusammen gestellt.
Hier können zusätzlich der Werbe-Flyer sowie die beiden Tour-Flyer ausgedruckt werden. Wer Werbe-Flyer benötigt um in seinem Umfeld für die Tour zu werben, sendet bitte eine Mail mit Angabe der Post-Adresse und Anzahl der Flyer an info@abacus-ev.de.
Die Dwarslöper!
verfasst von Jan Hartmann in Allgemein am 01.05.2011
01.05.2011 – Seite ist online
Für alle, die schon gewartet haben…
Die Spendentour 2011 ist jetzt unter Aktivitäten mit allen Informationen online. Neben dem Tourflyer können auch die beiden Tourenpläne eingesehen werden. Wir hoffen, dass sich möglichst viele begeistern lassen und einfach mal einen Rad-Sonntag in einer schönen Umgebung in netter Gesellschaft einplanen.
Es werden noch einige Bilder des vergangenen Jahres eingestellt. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als Worte.
Leider funktioniert die Anmeldung noch nicht. Hier wird aber dran gearbeitet.
Sowie die Anmeldung frei ist, gibt es einen entsprechenden Hinweis an dieser Stelle. Also öfter mal vorbei schauen oder den Blog als RSS-Feed einbinden. Alle facebook Nutzer können sich auch über facebook die neuesten Informationen posten lassen.
Also unbedingt Werbung bei Kollegen, Freunden und Familie machen!
Die Dwarslöper!
verfasst von Jan Hartmann in Spendentour am 01.05.2011
April – Einfahren in Marlow
Bei herrlichstem Wetter haben wir uns aufgemacht, um auch in diesem Jahr die Radsaison mit der Tour in Marlow zu beginnen. Leider sind alle Dwarslöper anderweitig eingespannt, so dass nur Brit und ich in den Genuss dieser schönen Rundfahrt kommen. Christin und Uwe vom Mecklenburger Fahradtörn e.V. haben wieder eine super Veranstaltung organisiert. Leider nur vergessen, den Wind abzustellen, so dass wir nach gefühlten 20 km Wind von vorn, eine Abkürzung über die Dörfer nehmen.
Wir haben unsere frisch gedruckten Flyer dabei und verteilen sie an alle, die aussehen, als ob sie mit uns am 31.07. um die Müritz fahren würden.
Es ist ein Zufall (dank der Abkürzung), dass wir an der Radfahrer-Kirche Pantlitz vorbei kommen und auf Kaffee und Kuchen eingeladen werden. Vermutlich hat Günther uns aus der Ferne gelenkt. Vor einem Jahr sind wir gemeinsam zum ersten und letzten Mal diese Runde gefahren. Ein guter Ort, um ein paar Flyer dazulassen.
Wir kommen rechtzeitig nach Marlow zurück, um die Fahrer des Scanhaus Cups zu bewundern, die Runde für Runde den Kopfsteinpflasterberg von Marlow hinaufjagen.
Eines ist heute klar geworden. Radfahren, Radfahren, Radfahren … muss für alle heißen, wenn wir die knapp 80km um die Müritz schaffen wollen. Manchmal weht ja auch an der Müritz ein kräftiger Wind…
Vor kurzem erreichte mich von Georgeous die positive Nachricht vom Abschluss der Prüfungen „meiner“ Schulklasse in Lodwar.
Die KCPE steht für Kenyan Certificate of Primary Education. Diesen Schulabschluss bekommen Schülerinnen und Schüler in Kenia wenn sie die Abschlussprüfungen nach Klasse 8 bestehen. Danach können sie auf die Secondary School gehen und dort das KCSE (Kenyan Certificate of Secondary Education) machen, das zum Universitätsstudium berechtigt.
Aber zurück zu meinen ehemaligen Schülerinnnen und Schülern in Kenia. Die meisten waren zwischen 18 und 21 Jahre alt und versuchten den Primarschulabschluss im zweiten Versuch zu machen, nachdem sie die Schule nicht mit einem Abschluss beendeten.
Die KCPE-Prüfungen fand im Dezember statt und bestand aus Prüfungen in folgenden Fächern: Englisch, Kisuaheli Grammatik, Kisuaheli Composition (Essay schreiben), Sozialwissenschaften, Mathe und mein unterrichtetes Fach Science; also Naturwissenschaften. Es sind einfache Multiple Choice Tests mit 100 Fragen pro Fach. Bei 5 Prüfungen sind also bis zu 500 Punkte möglich. Die Schüler haben mit mehr als 50% richtigen Antworten bestanden.
Im letzten Jahr hat das aber leider nur einer der 30 Schülerinnen und Schüler geschafft. Dieses Jahr waren es glücklicherweise mehr Absolventen. Immerhin 4 haben es dieses Jahr geschafft.
Am meisten freut es mich für Joshua. Er ist der Sprecher des IDP-Camps, das ich während meines Aufenthaltes besucht habe. Jushua konnte aufgrund dieser Verpflichtung häufig nicht den Unterricht besuchen, stellte aber die klügsten Nachfragen und brachte mich durch seine Detailbesessenheit häufiger mal ins Schwitzen. Er konnte die Prüfung mit 259 Punkten abschließen. Für mich erfreulich ist, dass Science mit 60 Punkten sein bestes Fach war. Auch die beiden Besten Frederick und Matthew waren in Science über den benötigten 50 Punkten. Beide erhielten über 60 Prozent richtige Antworten.
Insgesamt landete Science in der Mitte der 5 geprüften Fächer. Das beste Fach war natürlich Kisuaheli gefolgt von den Sozialwissenschaften. Darin wurde vor allem die Geschichte Kenias abgeprüft. In Science hatten die Schülerinnen und Schüler im Schnitt fast 40% richtige Antworten und hängten damit Englisch und Mathe um 2-3 Punkte im Schnitt ab. Ob dies alles aufgrund meines Unterrichts kommt weiß ich natürlich nicht, aber ich bin schon stolz auf meine Schüler und dass sie gerade in Science ganz ordentliche Ergebnisse einfuhren.
Eine Verbindung zum Computerlabor hat dieser Kurs übrigens auch: Als Spezialisierung haben alle Teilnehmer des Projekts einen einmonatigen Computerkurs bei Georgie genossen. Wie man sieht setzt sich also unser Computerlabor immer noch gut in Szene und ergänzt die Schulbildung in Lodwar weiterhin sehr gut.
verfasst von Michael Seifert in Allgemein am 17.02.2011
Wie letztes Jahr war abacus auch wieder in der „coolen Schule“ am Gymnasium in Sanitz mit dabei. Dabei kommen an einem Tag viele verschiedene Vereine und Institutionen (Polizei, Rotes Kreuz, etc.) in die Schule und präsentieren sich und ihre Aktionen. Die Schülerinnen und Schüler können die Kurse dabei nach ihrem Interesse wählen.
Im letzten Jahr hat Jan den Vortrag übernommen, während ich zugekuckt habe. Diesmal durfte ich den Vortrag übernehmen. Für mich stand dabei im Vordergrund die Schülerinnen und Schüler für Afrika zu begeistern und ihnen einen anderen Einblick zu geben als er im Schulbuch steht.
Dieses Jahr interessierten sich 14 Schülerinnen und Schüler der 8.Klasse für Afrika. In Mecklenburg-Vorpommern ist Afrika auch in dieser Jahrgangsstufe Thema im Unterricht. Deshalb konnte ich bereits auf einigen Kenntnissen aufbauen.
Nach einer kleinen Einführung begaben wir uns auf eine Reise mit dem Geld verschiedener afrikanischer Länder. JedeR konnte so erfühlen und sehen, wie unterschiedlich die afrikanischen Staaten sind – eine Erkenntnis, die leider im Themenbereich Afrika untergeht.
Für die Schüler waren die Dinge aus dem täglichen Gebrauch der Turkana das Highlight. Der kleine Hirtenstuhl wurde eifrig ausprobiert und der traditionelle Hirtenumhang wurde ausgiebig bewundert.
Zum Schluss hatte ich zeitlich etwas überzogen und den Schülerinnen und Schülern deshalb freigestellt ob sie beim letzten Thema über das Flüchtlingscamp im Kakuma bleiben wollen. Überraschenderweise blieben fast alle Schüler noch ein paar Minuten länger im Raum und lernen abschließend etwas über die Flüchtlingscampproblematik.
Ich möchte mich im Namen von abacus beim Gymnasium Sanitz für die Einladung und die toller Organisation bedanken und hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr wieder dabei sein können. Für mich war es eine tolle Erfahrung vor den Schülern zu sprechen und dies motiviert mich wieder in Schulen zu gehen und Aufklärungsarbeit über Afrika zu leisten und diesen wundervollen Kontinent den Schülerinnen und Schülern näher zu bringen.
02.12.2010 – Das war nur ein kurzer Besuch, aber wir sind sehr zufrieden. Die Planungsvorgaben für das Projekt wurden exakt eingehalten und auch die beiden letzten Rechnungen für die Tische und die Verkabelung werden uns rechtzeitig in Deutschland erreichen.
Von unseren Spendengeldern, die wir zur Co-Finanzierung dieses wichtigen Schrittes eingesetzt haben, waren noch Restmittel verfügbar, so dass wir dem Zentrum eine digitale Fotokamera überreichen konnten, damit wir künftig per Bild über die Fortschritte im Computerzentrum (mit lernenden Schülerinnen vor den Bildschirmen!) informiert werden können. Wir freuen uns schon jetzt über die Bilder im neuen Schuljahr.
Auch Michael möchten wir noch einmal herzlich danken. Er war ein guter Botschafter unseres Schul- und Ausbildungssystems, so dass wir hoch erfreut waren, dass wir von allen Seiten angesprochen wurden, ob wir nicht wieder einen Referendar nach Lodwar entsenden wollen.
Ein Geschenk haben wir noch dabei, obwohl das WM-Tippspiel nicht von einem unserer Kenianischen Freunde gewonnen wurde, haben wir einen Fußball dabei, den wir den Kindern der Vorschule übergeben, die wir im letzten Jahr besucht haben.
Viel Spaß und Kwaheri
01.12.2010 – Heute traf der zweite Teil der Computerausstattung ein. Da es mehr als zwei Tage dauert, um auf dem Landweg Materialien aus Nairobi nach Lodwar zu befördern, freuen wir uns natürlich, dass wir die Fertigstellung des Labors hier miterleben können.
Auch die Dr.Kaiser – Protection Karten können wir nun einbauen. Die Karten wurden von der gleichnamigen Firma in Deutschland gesponsert und helfen, Systempartion und BIOS vor dem Virenbefall, eines der größen Probleme hier, zu schützen.
Roselyn und Brit haben in der Zwischenzeit alle Rechnungen geprüft, Belege geordnet und die Abrechnungen durchgeführt. Wie geplant können auch die Tische und Stühle erneuert werden, so dass pünktlich zum Schuljahrestart im Januar, die Schülerinnen ideale Lernbedingungen vorfinden werden.
Leider sind jetzt bereits alle in den Weihnachstferien, so dass wir keine Bilder mit Kindern am PC machen können. Dafür müssen jetzt die Teilnehmer des Nachmittagskurses herhalten.
30.11.2010 – Vieles hat sich verändert. Den größten Fortschritt erleben wir bereits auf dem Flug nach Lodwar. Während wir 2006 noch in einer kleinen Cesnar die einzigen Passagiere nach Lodwar waren, fliegt nun eine große Maschine mit mehr als 50 Sitzplätzen täglich. Nahezu jeder Platz ist besetzt!
Allerdings ist uns das Rollfeld und die Makutihütte als “Abfertigungsgebäude” doch wieder sehr vertraut. Auf den ausgefahrenen Sandpisten geht es zum Bethany House. Aber, auch das ist neu, an jeder Ecke stehen junge Männer mit chromblitzenden, neuen Mopeds – chinesischer Fabrikation.
Im Computerzentrum erwartet uns dann die Überraschung. Das Backup-System ist installiert und einsatzbereit und auch die erste Teillieferung der neuen PC ist gestern eingetroffen und bereits aufgestellt.
Georgeous strahlt und betont, dass Lodwar nun das modernste IT-Bildungszentrum der gesamten Region besitzt. Die zweite Überraschung folgt. Kongo, einer unserer ersten Studenten 2006, besucht uns und erzählt uns seine Erfolgsstory. Er ist nach unserem Kurs zum Studium nach Kampala gegangen und keiner seiner Professoren wollte ihm glauben, dass er bereits eine vollständige IT-Ausbildung in der Turkana abgeschlossen hat. Aber sein Cisco-Zertifikat räumte alle Zweifel aus und er wurde Assistent für diesen Ausbildungsabschnitt.
29.11.2010 – Wie immer fliegen wir nicht direkt nach Lodwar sondern nutzen unseren Zwischenstopp in Nairobi um weitere Projekte und natürliche die Deusche Schule Nairobi zu besuchen.
Am Montag fahren wir zunächst in das Slumgebiet SouthB. Renate unterstützt hier seit einigen Jahren die Ausbildung von Mädchen aus dem nahegelegenen Slum in allen Bereichen der Hauswirtschaft. Die Abschlußprüfungen stehen vor der Tür. Neben dem Nachweis von Kenntnissen in Kochen, Backen, Nähen, Kalkulieren… ist das größte Problem das Aufbringen der Prüfungsgebühren in Höhe von 25€ für jedes Mädchen.
Während Nähmaschinen sowie die Back- und Kochuntensilien in den letzten Jahren angeschafft werden konnten, sind die notwendigen wöchentlichen Zutaten für die Kurse immer ein Problem. Außerdem haben es sich die Betreuer zur Aufgabe gemacht, dass jedes der Mädchen eine warme Mahlzeit am Tage erhält.
Stolz werden wir von der kenianischen Leiterin in jeden Projektraum geführt. Taschen, Spielzeuge, Tischdecken und Weihnachtskarten liegen zum Verkauf auf den diesjährigen Weihnachstmärkten der Botschaften und NGO’s bereit. Damit können die Mädchen einen Teil ihrer Kosten selbst erwirtschaften.
Am Nachmittag besprechen wir Möglichkeiten des Schüleraustausches und des Praxiseinsatzes von Referendaren an der Deutschen Schule. Der Schulleiter ist für viele Ideen offen. Während die Kapazitäten für Referendare begrenzt sind, besteht für Schüler ein hervorragendes und breites Angebot nicht nur die englische Sprache, sondern insbesondere Afrika in einem Schuljahr kennen zu lernen.
26.11.2010 – Zusammenfassung der letzten Monate: Michael hat fast 3 Monate in Lodwar gearbeitet und die Lehrerausbildung im Rahmen unseres Projektes “Lodwar Girls” mit Unterstützung von Georgeous, unserem kenianischen IT-Essentials Trainer, nahezu abgeschlossen. Die Projektgelder sind von der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem BMZ zur Verfügung gestellt worden und die notwendigen Angebote eingeholt. Bis zum 30.11. soll alles installiert und umgesetzt sein.
Wir haben das Gefühl, dass es zeitlich sehr knapp werden wird, sowohl das Power-Backup System zur Sicherung der Stromversorgung während des Unterrichts, als auch die Neuausstattung mit modernen PC umzusetzen.
Wir starten heute nach Lodwar, um die letzten Schritte – vor der wichtigen, ordnungsgemäßen Abrechnung aller Projektgelder und dem Schreiben der notwendigen Projektberichte – mit unseren Partnern gemeinsam zu gehen. Außerdem wollen wir natürlich selber sehen, wie sich das Computerzentrum seit unserem letzten Besuch im Frühjahr 2009 entwickelt hat.
Wir sind gespannt!
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